Arthouse Kino Charts – LA LA LAND neue Nr. 1

Wie erhofft hat LA LA LAND in den (Arthouse-)Kinos einen tollen Siegeszug hingelegt, passend zum Start mit 7 Golden Globes dekoriert und von Studiocanal klug und effektvoll vermietet. Mit größtmöglichem Abstand ist er die neue Nr. 1 der Arthouse-Charts.


Von den weiteren Neustarts schaffte es auf Platz zwei Chris Kraus‘ provozierende Satire „Die Blumen von Gestern„, auf Platz 5 die warmherzige Straßenkater-Geschichte „Bob, der Streuner“ und auf Platz 6 der hochgelobte Western-Abgesang von Paramount Pictures „Hell or High Water„.

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Dreharbeiten zu HAPPY BURNOUT

Gerade erreicht uns die Nachricht, dass vor Kurzem die Dreharbeiten zu HAPPY BURNOUT in Hamburg angelaufen sind.

Für HAPPY BURNOUT kommen nach dem großen Erfolg von Das Leben ist nichts für Feiglinge (2013) erneut Regisseur André Erkau, Drehbuchautor Gernot Gricksch und Hauptdarsteller Wotan Wilke Möhring in einer Produktion von Riva Film zusammen.

Wie schon in seinen bisherigen Filmen begibt sich André Erkau auch mit HAPPY BURNOUT auf die feine Gratwanderung zwischen Tragik und Komik und erzählt wieder eine Geschichte von existenziellen Krisen, vom Scheitern und den kleinen und großen Tragödien des Alltags. Dies alles wie gewohnt höchst unterhaltsam und schräg-witzig, nicht gerade politisch korrekt, dafür aber sensibel beobachtet  und mit Tiefgang und Herz.

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ARTHOUSE CHARTS 1/2016 – „Ich bin dann mal weg“ ist nicht verschwunden

Mit dem Hit „Ich bin dann mal weg“ hatten auch die Arthouse-Kinos einen guten Start ins neue Jahr, die Hape Kerkeling-Verfilmung ist weiterhin die Nr. 1 der Arthouse-Charts. Zudem hält sich „Das brandneue Testament“ auch in seiner fünften Woche sehr gut in den Kinos. Neu eingestiegen sind aus Amerika „Joy“ auf Platz 4, aus Japan „Kirschblüten und rote Bohnen“ auf Platz 7 und aus Island „Sture Böcke“ auf Platz 8.

Über vier Millionen Exemplare wurden in Deutschland von Hape Kerkelings Selbstfindungsbuch „Ich bin dann mal weg“ verkauft, was zu erhöhten Pilgerzahlen auf dem Jakobsweg führte und nun zu dieser Verfilmung. In der wählt Julia von Heinz einen betont leichten Tonfall, der Kerkelings Buch noch gefälliger macht, als es eigentlich ist, aber durchaus zu bewegen weiß.

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ARTHOUSE CHARTS 41/2015 – „Das brandneue Testament“ beherrscht die Charts

Die Satire über Gott in Belgien scheint in die Vorweihnachtszeit zu passen: auch in der zweiten Woche ist „Das brandneue Testament“ die klare Nr. 1 der Arthouse-Charts. An dem insgesamt eher schwachen Kinowochenende hatten es die Neustarts schwer. „Dämonen und Wunder – Dheepan„, der Gewinner der Goldenen Palme in Cannes, konnte sich mit seinem harten Thema nicht wirklich durchsetzen und kam auf Platz 5. Nur auf Rang 8 schaffte es die neue Noah Baumbach-Komödie „Mistress America“ mit Greta Gerwig in der Hauptrolle.

Was für ein Spaß! Erfreulich inkorrekt in jeder Beziehung erzählt Jaco Van Dormael von einer eher untypischen Kleinfamilie. Sie besteht aus Gottvater, Gottmutter und Gotttochter Éa, die zehn Jahre alt ist und ihrem herrschsüchtigen, prolligen Daddy mal so richtig eins auswischen will. Sie will nicht mehr mitansehen, wie er die Menschheit mit Kriegen und Katastrophen quält. Deshalb haut sie von Zuhause ab, sammelt eigene Apostelinnen und Apostel um sich und beginnt damit, ein neues Neues Testament zu schreiben. Read more

ARTHOUSE CHARTS 40/2015 – „Irrational Man“ weiterhin oben

Woody Allens „Irrational Man“ hat sich auch an seinem zweiten Wochenende an der Spitze der Arthouse-Charts behauptet. Im Konkurrenzumfeld von Bond, Panem etc. hatten es Neulinge allerdings schwer in dieser Woche. Platzieren konnten sich die schwedische Frauenkomödie „HalloHallo“ auf dem fünften Rang und Nanni Morettis „Mia Madre“ auf Platz Neun.

Alle Jahre wieder ein neuer Woody Allen. Auch mit 79 Jahren bleibt der fleißige Neurosen-Züchter seinem Lieblingsthema treu und präsentiert in seinem nunmehr 46-sten Werk eine tragikomische Lovestory mit Starbesetzung. Joaquin Phoenix, mit verblüffend fetter Wampe ausgestattet, gibt den berühmten Philosophie-Professor, der chronisch am Sinn seiner Existenz zweifelt – bis eine total verknallte Studentin sowie der Plan für den perfekten Mord neue Lebensgeister weckt. Famos fabulierend, vergnüglich hakenschlagend erzählt, dazu wortwitzige Dialoge, wunderbare Bilder samt beschwingtem Jazz-Soundtrack – was will man von Woody mehr? Damit beschert der Maestro, der am 4. Dezember seinen 80-sten feiert, seinen Fans ein originell verpacktes, cineastisches Geschenk in bewährter Allen-Klasse.

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ARTHOUSE CHARTS 39/2015 – „Macbeth“ startet stark

Dank hervorragender Pressekritiken ist die neueste Shakespeare-Verfilmung, MACBETH mit Michael Fassbender und Marion Cotillard, sehr gut in den deutschen Arthouse-Kinos gestartet und ist gleich hinter der Bestsellerverfilmung ER IST WIEDER DA auf dem zweiten Platz.

Macbeth habe ich selbst noch nicht gesehen, möchte ihn jedoch trotzdem weiterempfehlen. Nicht zuletzt wegen der Lehrkomponente des Werkes, denn Studiocanal hat für Macbeth Schulmaterial zur Verfügung gestellt, so dass die Unterrichtseinheit mit einem Kinobesuch aufgepeppt werden kann. So etwas hätte ich mir zu meiner Schulzeit auch gewünscht. Mir wären einige historische Wälzer sicherlich leichter gefallen zu verstehen. Großes Kompliment dafür.
 

Inhalt von Macbeth:

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ARTHOUSE CHARTS 36/2015 – Kaminski ganz oben

Die deutschen Arthouse Charts haben eine neue Nummer 1. ICH UND KAMINSKI, Wolfgang Beckers ironische Hommage an die Eitelkeiten der Kunstwelt mit Daniel Brühl in der Hauptrolle, hat es an die Spitze in den Arthouse-Kinos geschafft – und ist zudem der einzige Neustart, der sich durchsetzen konnte. Auf Platz 2 ist nun 45 YEARS. Diese beiden führen mit Abstand die Arthouse-Top 10.

Deutschland kurz vor der Jahrtausendwende. Sebastian Zöllner (DANIEL BRÜHL), Kunstjournalist und Meister der Selbstüberschätzung, plant seinen großen Coup: ein Enthüllungsbuch über den legendären, aber fast vergessenen Maler Manuel Kaminski (JESPER CHRISTENSEN), Schüler von Matisse und Freund von Picasso, der einst als „blinder Maler“ Berühmtheit erlangte. Read more

ARTHOUSE CHARTS 34/2015 – GRANDIOSER SOMMER MIT MAMA

Gleich zwei Neustarts haben sich ganz oben platzieren können: die neue Nr. 1 der Arthouse-Charts ist die witzig-warmherzige brasilianische Komödie Der Sommer mit Mama, ganz dicht dahinter auf Platz zwei folgt die spritzige Komödie Broadway Therapy von Altmeister Peter Bogdanovich. Nur auf Rang 8 konnte sich die Karen Duve-Verfilmung Taxi, das Porträt einer selbstbewussten jungen Frau in den 80ern, platzieren. Das macht jetzt übrigens drei mal Taxi-Film in den Top Ten! Respekt! 

Jéssica (Camila Márdila) und Val (Regina Casé) in DER SOMMER MIT MAMA - Jetzt im Kino © Gullane Filmes / Aline Arruda

Jéssica (Camila Márdila) und Val (Regina Casé) in DER SOMMER MIT MAMA – Jetzt im Kino
© Gullane Filmes / Aline Arruda

DER SOMMER MIT MAMÃ (‚The Second Mother’) sorgte auf der diesjährigen Berlinale nicht nur für große Begeisterung, der Film wurde zudem mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnet. Anna Muylaert erzählt darin subtil und dabei sehr amüsant vom gesellschaftlichen Wandel, den Brasilien seit gut einem Jahrzehnt erlebt. Read more

ARTHOUSE CHARTS 26/2015 – Victoria zum Dritten

Zum dritten Mal in Folge hat sich „Victoria“ den Sieg in den deutschen Arthouse Kinocharts geholt. Somit hat der Berliner Echtzeit-Film nun über 100.000 Besucher in die Kinos gelockt. Ansonsten bringen die dieswöchigen Top Ten aber auch viel Neues mit sich. Gleich vier Neustarts konnten sich in den vorderen Rängen platzieren.

Auf Platz drei finden wir diese Woche die Fortsetzung (Anm. der Redaktion: Whaaat?) des Schwaben-Schwanks „Täterätää – Die Kirche bleibt im Dorf 2„, bei dem die ewig verfeindeten Dörfler aus Ober- und Unterrieslingen die Schwäbische Provinz verlassen und gen Norden ziehen – nach Hamburg. Schon beim Lesen kann man sich ausmalen, auf welche linguistischen und kulturellen Schwierigkeiten die Schwaben bzw. die Hamburger stoßen werden. Wem das zu regional ist, bedient sich vielleicht lieber der Kriegs-Romanze „Die Liebe seines Lebens“ mit Colin Firth und Nicole Kidman, die auf Platz fünf der Charts wiederzufinden ist. Zu anspruchslos? Dann bietet Platz sechs diese Woche ein Drama zum nachdenken. „Freistatt“ erzählt das bewegende Schicksal eines Jungen in einem Erziehungsheim im Deutschland der 60er Jahre. In der Hauptrolle der 18-jährige Louis Hofmann, der hierfür bereits den Bayrischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler gewonnen hat. Zurecht!

Täterätää! Die Kirche bleibt im Dorf 2

Tante Ruth (Sabine Hahn) mit Joint und Sitar Täterätää – Die Kirche bleibt im Dorf 2 – Jetzt im Kino © Camino Filmverleih / Fortune Cookie Film / Boris Laewen 2014

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ARTHOUSE CHARTS 24/2015 – Berlin feiert

Zwecks Urlaub gibt es heute nur eine Schnellversion der deutschen Arthouse Charts.  Der Berliner Echtzeit-Film VICTORIA hat es, wie erwartet, auch mit wenigen Kopien geschafft, an die Spitze vorzudringen – guter Werbekampagnen sei dank. Das Besondere – der Film wurde in einer einzigen Kameraeinstellung durchgedreht.

Über Victoria:

Eine Stunde noch, dann neigt sich auch diese Nacht in Berlin wieder dem Ende zu. Vor einem Club lernt Victoria (Laia Costa), eine junge Frau aus Madrid, vier Berliner Jungs kennen – Sonne (Frederick Lau), Boxer (Franz Rogowski), Blinker (Burak Yigit) und Fuß (Max Mauff). Der Funke zwischen ihr und Sonne springt sofort über, aber Zeit füreinander haben die beiden nicht. Sonne und seine Kumpels haben noch etwas vor. Read more